Wie alles begann …

6500 km Luftlinie von Tamugh entfernt erfuhren wir im Herbst 2009 durch unseren Raunheimer Freund Klaus Buchholz vom Schicksal der Menschen in Tamugh. Klaus war als Wasserbauingenieur im Westen Kenias tätig. Gemeinsam mit unserer Tochter  Miriam und Klaus reisten wir  2010 zum ersten Mal nach Tamugh und lernten Martin Komongiro kennen, der uns  in seiner Lehmhütte beherbergte. Der Beginn einer intensiven Freundschaft.

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Als erste Aktivität in unserem Hilfsprojekt finanzieren wir den Bau einer kleinen Staumauer in den Hügeln oberhalb des Dorfes und eine 2 km lange Wasserleitung. Klaus projektiert die Anlage. Mit der Staumauer wird eine ganzjährig fließende, kleine Quelle gefasst. Durch die Leitung fließt das saubere Quellwasser bis zum Rand des Dorfes.

Mit Fertigstellung der Staumauer und der Wasserleitung wollten wir eigentlich unsere Aktivitäten beenden. Wir schickten eine Beschreibung der prekären Lebenssituation in Tamugh an drei deutsche Hilfsorganisationen und baten um Aufnahme Tamughs in deren Förderprogramme. Die Antworten waren jedoch durchweg negativ: Alle verfügbaren Fördermittel sind verplant. Ernüchterung.

Doch nach den berührenden Begegnungen mit den Menschen von Tamugh steht für uns schnell fest: Es muss weiter gehen. Dann machen wir eben unser eigenes Ding. Gemeinsam mit Martin Komongiro gründen wir unser gemeinsames, privates Hilfsprojekt und nennen es ‘‘Sauberes Wasser für  Tamugh – ein Partnerschaftsprojekt aus Rüsselsheim‘‘.

Wir setzen weitere eigene Finanzmittel ein, halten Vorträge, und initiierten Sponsoring-Aktionen. Die Lokalpresse beginnt über das Projekt zu berichten. Die eigene Kirchengemeinde hilft mit Kollektensammlungen. Der Rüsselsheimer Lions Club Cosmopolitan lädt uns zum Projektvortrag ein. 2016 wird unser Projekt zum internationalen Förderprojekt des Lions Distriktes Südhessen, Rheinland-Pfalz, Saarland gewählt.

So haben wir von 2010 bis Dezember 2017 dem Selbsthilfekomitee in Tamugh 178.000 € zum Aufbau einer Wasserversorgung, zur Anlage von Gärten, zum Bau regendichter Häuser mit Regensammelcontainern, und für die Bildung bisher nicht eingeschulter Kinder bereit gestellt.
Erfahren Sie mehr darüber unter  Aktuelle Projekte und Abgeschlossene Projekte.

Bisher haben wir vier Reisen nach Tamugh unternommen. Unter Videos finden Sie unsere aktuelle Filmreportage.
Sie zeigt Ihnen …
… die schwierige Lebenssituation der Menschen in Tamugh
… welche Hilfsmaßnahmen wir gemeinsam mit der Dorfbevölkerung realisieren
… und was man als Europäer erleben kann, wenn man in Ostafrika abseits aller Touristenpfade ein eigenes Hilfsprojekt gründet. 

Ankunft in Nairobi. Auf dem Yomo Kenyatta Tower (von links nach rechts): Uta und Ulrich Rein, Klaus Buchholz, Martin Komongiro
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Fünfstündiges Begrüßungsfest zu unserer Ankunft in Tamugh:
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Eine solche Gastfreundschaft haben wir in keinem anderen Land erlebt, das wir bereist haben.Wie alles begann