Abgeschlossene Projekte

Zeitlicher Projektablauf

2010:  Investierter Spendenbetrag 6575 €
März:  Unsere erste Reise nach Tamugh zur Initiierung des Projektes
< Bau der Staumauer als Quellfassung
< Verlegung von 3km Wasserleitungen von der Quelle bis in die Nähe des Dorfes, zur Schule und zum Gesundheitszentrum
< Installation von 3 Vorratstanks für ds Quellwasser (1 x 10000 Liter, 3 x 5000 Liter)
< Installation von 2 Benzinmotorpumpen zur Förderung des Quellwassers in die beiden Hochtanks
< Anlage von 17 Gemüsegärten
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2011:  Investierter Spendenbetrag 7470 €
< Verlegung einer 800m langen Wasserleitung in den oberen Teil des Dorfes und Installation eines Vorratstanks für das Quellwasser
< Ausstattung von 30 Familien mit 1000 Liter Containern und Regenrinnen zum Sammeln von Regenwasser von den Dächern ihrer Lehmhäuser
November: Unsere zweite Reise nach Tamugh

2012:  Investierter Spendenbetrag 10460 €
< Verlegung einer Wasserleitung zu einem Ausgabepunkt oberhalb de Marktplatzes
< Anlage eines großen Schulgartens für die Selbstversorgung der Schüler und zur Unterstützung des Biologie Unterrichts
< Ausstattung von weiteren 32 Familien mit 1000 Liter Containern und Regenrinnen zum Sammeln von Regenwasser
< Anlage von weiteren 38 Gemüsegärten
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2013:  Investierter Spendenbetrag 13380 €
< Verlegung einer 700m langen Wasserleitung zu einem neuen 5000 Liter Vorratstank unterhalb des Marktplatzes
< Ausstattung der beiden hoch gelegenen Schulen in Priro und Toptolum mit 5000 Liter Containern und Regenrinnen zum Sammeln des Regenwassers von den Schuldächern für die Trinkwasserversorgung der Schüler und Lehrer
< Ausstattung von weiteren 53 Familien mit 1000 Liter Containern und Regenrinnen zum Sammeln von Regenwasser
< Anlage von weiteren 20 Gemüsegärten
< Bau der ersten 2 Häuser mit dichtem Dach, 5000 L Regenwassercontainer, Gemüsegarten und Hühnerstall für die ersten beiden Witwen, die bisher nur eine Hütte mit Grasdach ohne verfügbares Trinkwasser besaßen
< Bau von 31 Hühnerställen

2014:  Investierter Spendenbetrag 42960 €
< Bau der nächsten 32 Häuser mit dichtem Dach, 5000 L Regenwassercontainer, Gemüsegarten und Hühnerstall für Witwen und arme Familien, die bisher nur eine Hütte mit Grasdach ohne verfügbares Trinkwasser besaßen
< Finanzierung des Schulbesuchs von 100 Kindern für die Sekundarstufe 1, die wegen der Armut ihrer Eltern bisher die Schule nicht besuchen konnten
< Finanzierung des weiterführenden Schulbesuchs von 14 Jugendlichen für die Sekundarstufe 2, die zum Abitur führt
< Fianzierung des Kaufs von 16 Tonnen Mais als Notration für die von der 6-monatigen Dürre am stärksten betroffenen Familien
< Ausstattung der beiden hoch gelegenen Schulen in Toyopo und Kola mit 5000 Liter Containern und Regenrinnen zum Sammeln des Regenwassers von den Schuldächern für die Trinkwasserversorgung der Schüler und Lehrer
August: Unsere dritte Reise nach Tamugh
< Ausstattung von 9 Familien des Nachbardorfes Mungit mit 2300 Liter Containern und Regenrinnen zum Sammeln von Regenwasser
< Ausstattung der ersten 2 Familien mit einem Solarlichtmodul
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2015:  Investierter Spendenbetrag 37545 €
< Bau der nächsten 4 Häuser mit dichtem Dach, 5000 L Regenwassercontainer, Gemüsegarten und Hühnerstall für Witwen und arme Familien, die bisher nur eine Hütte mit Grasdach ohne verfügbares Trinkwasser besaßen
< Finanzierung des Schulbesuchs von 100 Kindern für die Sekundarstufe 1, die wegen der Armut ihrer Eltern bisher die Schule nicht besuchen konnten
< Finanzierung des weiterführenden Schulbesuchs von 20 Jugendlichen für die Sekundarstufe 2, die zum Abitur führt
< Ausstattung der nächsten 4 Familien mit einem Solarlichtmodul
< Aufnahme von Jennifer Lokali in die Sekundarstufe 2 Ausbildung
< Finanzierung von 30 3000 Liter Regenwasser Containern mit Regenrinnen für die Trinkwasserversorung und Gartenbewässerung von 30 Familien im Ortsteil Kola
< Ausstattung der nächsten 4 Familien mit einem Solarlichtmodul
< Anlage von Gemüsegärten für die ersten 7 Familien im Nachbardorf Mungit
< Arbeitseinsatz unseres Freundes Klaus Buchholz mit dem Selbsthilfekomittee zur Reparatur von Wasserleitungen und Installation von solarbetriebenen Pumpen als Ersatz der störanfälligen Benzinpumpen. Erweiterung des Verteilnetzes für das Quellwasser zur Anbindung zusätzlicher Familien.
< Bau der nächsten 4 Häuser mit dichtem Dach, 5000 L Regenwassercontainer, Gemüsegarten und Hühnerstall für arme Familien, die bisher nur eine Hütte mit Grasdach ohne verfügbares Trinkwasser besaßen
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2016 (bis September):  Investierter Spendenbetrag 51.908 €
< Finanzierung des Schulbesuchs von 100 Kindern für die Sekundarstufe 1, die wegen der Armut ihrer Eltern bisher die Schule nicht besuchen konnten
< Finanzierung des weiterführenden Schulbesuchs von 21 Jugendlichen für die Sekundarstufe 2, die zum Abitur führt
< Installation von drei 10.000 Liter Regenwassertanks an den Dächern der kath. Kirche und an zwei abgelegenen Kleinschulen zur Gewinnung und Konservierung von Regenwasser als Trinkwasser
< Bau eines ersten Trinkwasserdamms im Bachbett des Nachbardorfes Mungit mit Verlegung einer 2km langen Leitung zur Schule
< Bau der nächsten 28 Häuser mit dichtem Dach, 5000 L Regenwassercontainer, Gemüsegarten und Hühnerstall für arme Familien, die bisher nur eine Hütte mit Grasdach ohne verfügbares Trinkwasser besaßen

Die folgenden Text- und Bildbeiträge beschreiben im Detail die erfolgreich abgeschlossenen Einzelprojekte:

Der Anfang von Allem: Die Quellfassung
Unsere erste Aktivität in Tamugh: Bau der Staumauer zur Gewinnung des sauberen Quellwassers, das vorher nach wenigen Metern im Sand versickerte. Die Quellfassung besteht aus einem Reinigungsbett aus Kies hinter der Mauer und einer Sedimentationskammer mit Siphon vor der Mauer. Der Zement wurde von den Männern des Selbsthilfekomitees mühsam über mehrere Kilometer auf den Schultern herangetragen.
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Als wir die Baustelle erreichten, war das kleine Tal erfüllt von Klopf- und Hammergeräuschen. Während die Männer Morast zum Bau der Staumauer ausschachteten, waren Frauen und Kinder seit einer Woche dabei, Steine in der Natur zu sammeln und so lange aufeinander zu schlagen, bis sie als Kiesschüttung hinter der Staumauer verwendet werden konnten.
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Verlegung der Wasserleitung zum Dorf
Das Gefälle der Wasserleitung musste exakt eingemessen werden, wofür wir anfänglich noch Hilfestellung gaben.
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Der Erfolg: Die Hälfte der Einwohner Tamughs erhält ihr Trinkwasser nun von dieser Quelle. Durchfall- und Typhuserkrankungen sind für diese Menschen  kein Thema mehr.

Wasserverteilung
Insgesamt wurden vom Selbsthilfekomitee  7 Wassertanks, 2 Motorpumpen und 4km Wasserleitung mit unseren Spendengeldern installiert.
Der Erfolg: Verfügbarkeit des sauberen Quellwassers für rund 1000 Menschen. Anschluss der größten Schule Tamughs und der kleinen Krankenschwesterstation an das Quellwasser.
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Als wir bei unserer zweiten Tamugh-Reise die Schule besuchen, empfängt uns der Direktor Sam und eine Mädchengruppe singt und tanzt für uns. Hunderte von Schülern laufen zusammen, um die ‘‘Muzungus‘‘ zu begrüßen. Muzungus? Das sind wir, die Weißen.
Sam berichtet stolz, dass der krankheitsbedingte Unterrichtsausfall wesentlich zurück gegangen ist, seit die Lehrer und Schüler das Quellwasser trinken können.
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Schulgarten
Beim Besuch der Primary School von Tamugh sahen wir, dass zur Versorgung der Schüler viele Lebensmittel auswärts  gekauft und mit entsprechendem Aufwand nach Tamugh transportiert wurden. Die Schule war dagegen nur kärglich mit Lehrmitteln ausgestattet, weil Geld fehlt.  Eine neue Idee war geboren: Ein großer Gemüsegarten für die Schule!
Anfang 2013 war es soweit: Unser Partner Martin konnte Maschendraht, Gießkannen und Pflanzensamen kaufen. Der Biologielehrer schickte seine Klasse in die Natur um 60 Holzstöppel zu sammeln.
Sie begannen 2012 mit der Errichtung des Schutzzauns und bereiteten dann den Boden für die Anzucht von Gemüse vor. Eine 8 monatige Trockenheit verhinderte zunächst die Aussaat. Doch im Frühjahr 2013 erreichten uns die beiden unteren Bilder: Schülerinnen und Schüler beim Wässern des ersten selbst angebauten Gemüses. Die erste Ernte steht bevor!
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Dieses Projekt verfolgt drei Ziele:
=> Die Selbstversorgung der Schule stärken
=> Kosten reduzieren um Geld für bessere Lehrmittel  zu generieren
=> Die Schüler in Anlage und Pflege eines  Gartens zu unterrichten für ihre spätere Selbstversorgung.

Die Baumschule
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In Tamugh wird wie fast überall im ländlichen Afrika mit gesmmeltem Holz gekocht, das von den Kindern und den Frauen in der Natur aufgelesen wird. Dadurch wird den Wäldern jedoch verrottendes Altholz entzogen, das Humus bildet und den Aufwuchs neuer Bäume befördert. An vielen Stellen sieht man Spuren von Erosion. Während seines Besuches im Sommer 2013 in Rüsselsheim erlebte unser Partner Martin bei unseren Fahrradtouren und Wanderungen in den heimischen Wäldern, welche Bedeutung ein intakter Forst für das Klima, den Grundwasserschutz und eine diversifizierte Flora und Fauna hat. Zurück in Tamugh gründete er mit Männern des Selbsthilfekomitees in Tamugh eine Baumschule. Hier wollen sie nun aus mehreren hundert Sämlingen junge Bäume heranziehen, die später im Umfeld des Dorfes ausgepflanzt werden sollen, um den Boden und die dünne Humusschicht zu schützen.

Regenwasser für die Trinkwasserversorgung von Schulen
Vier Schulen liegen so hoch auf entfernten Hügeln, dass sie nicht vom Trinkwasserprojekt in der Ebene profitieren. Die Schüler laufen täglich mehrere Kilometer zu feuchten Stellen, an denen sie den Boden nach trübem Sickerwasser aufgraben. Auch dieses Wasser ist häufig mit Keimen belastet. Die Lehrer baten um Ausstattung ihrer Schulen mit Regenrinnen für die Dächer und große Wassersammeltanks, damit sie den Schülern wesentlich keimärmeres Regenwasser anbieten können.
Der Erfolg:  Aus eingegangenen Spenden konnten wir 2013 zwei Schulen den Kauf von Regenrinnen und eines 8000 Liter Regenwassertanks finanzieren.
Links sehen wir eine Klasse der Schule von Priro (insgesamt 180 Schülerinnen und Schüler) . Der Tank und die Regenrinnen wurden aus einer Spende der Stadtwerke Rüsselsheim anläßlich der Wasser-Gala in den Opel Villen finanziert.
Auf dem rechten Bild sehen wir dankbare Schülerinnen und Schüler der Toptolum Schule (170 Kinder). Ihr 8000 Liter Tank wurde durch die private Spende einer Künstlerin aus der christlichen Kommunität Gnadenthal (Taunus) realisiert. Wir trafen Sie in ihrem Atelier, kamen durch ihre Kunst auf Afrika zu sprechen und als wir ihr von unserem Projekt berichteten,  überraschte sie uns mit einer spontanen, großzügigen Spende. Im Namen der Kinder und Lehrer der Toptolum Schule sagen wir “Herzlichen Dank!“
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Im August 2013 hatten wir unseren Projektpartner Martin Komongiro nach Deutschland eingeladen. Im Rahmen des Besuchsprogramms ergab sich die Gelegenheit, gemeinsam das südhessische Wasserwerk Eschollbrücken der Hessenwasser zu besichtigen. Dabei wurden die eklatanten Unterschiede in der Gewinnung von Trinkwasser zwischen einem Industrieland und dem ländlichen Afrika deutlich. Wir bedankten uns mit einem Vortrag über unser Projekt und einen Einblick in die Lebensverhältnisse der Menschen im Pokot District Kenias.
Dies motivierte Hessenwasser zu einer Unternehmensspende und Mitarbeitersammlung für unser Projekt. Damit konnten wir Anfang 2014 der dritten hoch gelegenen Schule in Toyopo einen 8000 Liter großen Regenwassertank und Regenrinnen finanzieren. Die 140 Schülerinnen, Schüler und ihre Lehrer verfügen nun über gesünderes und ausreichendes Trinkwasser, nach dem sie nicht mehr in der Natur graben müssen. Ein schönes Beispiel, wie aus der Begegnung von Menschen in Deutschland Hilfe für Menschen in Kenia werden kann.
Mit dem folgenden Bild möchte eine Klasse der Toyopo Schule Hessenwasser und allen Spendern danken.
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Im Juni 2014 hatte das Warten der letzten Schule ein Ende: Die ev. Kirchengemeinde von Walldorf hatte uns im Februar 2014 zu einem Workshop über das Projekt mit den angehenden Konfirmandinnen und Konfirmanden eingeladen. Nach der sehr engagierten Diskussion über die Lebenssituation junger Menschen in Tamugh fassten die Jugendlichen mit Pfarrer Thomas Stelzer den Entschluss, beim Konfirmationsgottesdienst Geld für die Trinkwasserversorgung der Schule von Kola zu sammeln. Sie studierten zuvor unsere Homepage und integrierten das Thema in Form eines lebendigen Bildvortrags und Interviews in den Gottesdienst. Ihr Engagement wurde von den Gottesdienstbesuchern mit einer Spendenhöhe von 600€ belohnt. Drei Monate später brachte ein LKW den großen Tank und 40 Meter Regenrinnen auf den kleinen Marktplatz von Tamugh.
Mit großer Freude haben wir Pfarrer Stelzer im September 2014 die Bilder geschickt, mit denen er den ehemaligen Konfirmandinnen und Konfirmanden zeigen konnte, welche positive Wirkung ihre Aktion in 6500km Entfernung von Walldorf entfaltet hat.
Doch wie kommt so ein voluminöser Tank eigentlich an seinen Bestimmungsort?
Indem die Männer des Selbsthilfekomitees  solidarisch anpacken und den Tank vom Abladeplatz des Lasters am Marktplatz auf schmalen Pfaden und Pisten zu der Schule schleppen. Im Falle der Priro Schule dauerte das 7 Stunden.
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Mai 2015: Austausch der beiden Benzinpumpen für die Förderung des Quellwassers durch Solarpumpen
Am Beginn unseres Projektes im Jahr 2010 hatten wir für die Förderung des Quellwassers in die installierten Hochtanks kostengünstige Benzinpumpen angeschafft. Diese erwisen sich über die Jahre als störungsanfällig, wartungsintensiv und die Dorfgemeinschaft musste den Kraftstoff von der 50km entfernten Tankstelle in Chapararia beschaffen. Die Kosten für den Kraftstoff und der Aufwand für die Beschaffung waren für die Menschen von Tamugh eine hohe Belastung.
Deshalb trafen wir die Entscheidung, die Benzinpumpen durch Solarstrom-Pumpen zu ersetzen, so bald wir die dafür nötigen Finanzmittel aus eigenen Ersparnissen und Spenden unserer Sponsoren finanzieren konnten.
Die Vorteile der solar betriebenen Wasserpumpen: Wartungsarm, keine laufenden Kraftstoffkosten, Abgasfrei, keine CO2 Emissionen.
Unser Freund und Mitinitiator des Projektes Klaus Buchholz half bei der lokalen Beschaffung der Komponenten und reiste mit seiner Nichte Anneliese im Mai 2015 nach Tamugh, um unserem lokalen Projektpartner Martin Komongiro und seinem Team zu helfen, die Anlagen zu installieren.
Klaus arbeitet in der 450km entfernten ugandischen Hauptstadt Kampala für ein großes deutsches Ingenieurbau-Unternehmen und managed den Bau einer Kläranlage für die Hauptstadt, deren Abwässer bisher weitgehend ungeklärt in den Victoriasee fließen.
Es war Anneliese’s erste Reise nach Afrika. Sie berichtete uns danach voller Begeisterung über die Gastfreundschaft und die kulturellen Begegnungen, die sie in Tamugh erfahren konnte. Ein prägendes Erlebnis für das eigene Leben!
Die folgenden Bilder zeigen die Beiden und das lokale Team bei den Vorbereitungs- und Installationsarbeiten:

SolaPu1   Solapu2
Solapu3  Solapu8
Oktober 2015: Die Solarpumpen schaffen es nicht mehr, in die Hochtanks zu fördern. Die Versorgung vieler Familien mit dem Quellwasser kommt zum Erliegen. Arbeitseinsatz mit Fehleranalyse und Reparatur, sowie Installation einer dritten Solarpumpe.
Unser Freund Klaus Buchholz reist von Kampala (Uganda) nach Tamugh und hilft unserem Projektpartner Martin Komongiro mit seinem Fachwissen. Mehrere Leitungen sind undicht geworden und werden ausgetauscht, der Leitungsdurchmesser an die geringere Förderleistung der Solarpumpen angepasst.
Klaus hat in unserem Auftrag eine solar betriebene Tauchpumpe mit allem erforderlichen Zubehör gekauft und installiert sie gemeinsam mit dem Selbsthilfekomittee. Bei diesen Arbeiten erhalten die lokalen Mitarbeiter des Komittees wichtige Informationen über die Funktion, Installation und Wartung der installierten Hardware. Die Tauchpumpe sitzt in einem 15m tiefen Brunnen, den die Dorfgemeinschaft 2010 selbst gegraben hatte. Die Pumpe transportiert das Brunnenwasser 80m hoch zu einem Vorratstank, der auf einem Hügel platziert wurde. Dort wohnen viele Familien. Die Frauen und Kinder liefen bisher täglich hinab, füllten an dem Brunnen 20 Liter Kanister und schleppten diese mühsam hinauf zu ihren Hütten. Diese Schufterei übernimmt nun die von uns finanzierte Solarpumpe. Die gewonnene Zeit nutzen die Frauen jetzt für den intensivierten Anbau von Lebensmittel, der mit der verfügbaren Wassermenge möglich wird.
Schauen Sie sich die folgenden Bilder an und erleben Sie, welche Freude uns das eigene Hilfsprojekt bereitet:
Klaus bei der Ankunft (noch voller Tatendrang):
Workshop Klaus Okt 2015 B8
Der “Wasserleitungsmann“:
Workshop Klaus Okt 2015 B2
Der Landrover dient als Arbeitsbühne bei der Reparatur der 2010 verlegten Wasserleitung im Bachbett:
Workshop Klaus Okt 2015 B3
Der Vorratstank ist auf dem Berg platziert, die Tauchpumpe, die Solarmodule und die Steuerung installiert und die 700m lange, neue Wasserleitung auf den Berg verlegt:
Workshop Klaus Okt 2015 B7
Kindergesichter voller Freude nachdem die Pumpe eingeschaltet wurde und einige, spannungsvolle Minuten später das Wasser auf dem Berg ankommt:
Workshop Klaus Okt 2015 B9
Das Projekt wird selbstverständlich mit einem Dankfest abgeschlossen. Wir sehen Klaus hier beim Einüben der traditionellen Tanzschritte. Die Frauen der Dorfgemeinschaft sind gerne behilflich …
Workshop Klaus Okt 2015 B5
Zum Abschied erhält er von den dankbaren Familien eine Ziege:
Workshop Klaus Okt 2015 B6
Zur Vereinfachung der Rückreise nach Uganda verblieb sie jedoch in Tamugh (hoffentlich lebt sie noch!).

2 thoughts on “Abgeschlossene Projekte

  1. Werte Tamugh-Afrikahilfe-Projektleiter,
    Ihr Projekt finde ich sehr gut, insbesondere, dass Sie die Benzin- durch eine Solarpumpe ersetzt haben.
    Aus diesem Grunde wende ich mich auch an Sie bzw. an Ihren Freund Klaus Buchholz: wir haben hier in Nordhessen eine Quelle am tiefsten Punkt unseres Geländes und wollen das Quellwasser mittels einer Solarpumpe in einen 15 m höher gelegenen Hochbehälter pumpen. Leider hat bisher keine der angefragten Solarfirmen eine befriedigende und kostengünstige Lösung angeboten.
    Deshalb würden wir gerne von Klaus Buchholz erfahren, wo wir das von ihm eingesetzte System beziehen können. Es wäre auch deshalb von Vorteil, weil wir selbst in Guinea-Bissau eine durch uns initiierte Imker-Kooperation fachlich unterstützen. Bei dreimonatigen Seminaren kommen Mitglieder dieser Kooperative zu uns und lernen hier den schonenden Umgang mit Honigbienen und die Ernte des Honigs, ohne das Bienenvolk dabei abzutöten. Von daher wäre eine Pilotanlage auf unserem Gelände gleichzeitig ein guter Anreiz für die Menschen aus Guinea-Bissau, selbst für die Trockenzeit solche Vorkehrungen zu treffen, um auch zu dieser Zeit genügend Wasser zur Verfügung zu haben.
    Wir würden uns freuen, von Ihnen und Herrn Buchholz zu hören.
    Mit freundlichen Grüßen, Hans-Joachim Flügel.

    • Sehr geehrter Herr Flügel,
      bitte entschuldigen Sie meine verspätete Antwort. In 2014 hatten wir zunächst angestrebt, in Deutschland die Solarpumpen für unser Projekt zu kaufen und nach Kenia zu schicken. Dieses Vorhaben haben wir allerdings auf Grund der aufwendigen Zollformalitäten aufgegeben und direkt in Kenia gekauft. In Kenia haben wir Shurflo Pumpen angeschafft aus europäischer Produktion. Sie könnten im Internet nach Shurflo googeln und dort einen Anpsrechpartner für die Pumpenauslegung suchen. Nennen Sie ihm Ihre Anforderungen bezüglich Saughöhe, Pumphöhe und gewünschtem Fördervolumen für eine Berechnung und Pumpenauslegung mit Angebot. Ich hatte das in 2014, vor unserer Entscheidung doch in Kenia zu kaufen, von der Fa. Lorentz machen lassen. http://www.lorentz.de und zwar vom techn. Büro loretz@sol-luz-ion.de Herr Kahlbrandt. Sehr kompetent, jedoch sind diese top-Pumpen nicht gerade billig. Lorentz Vertriebspartner in Afrika soll man unter http://www.lorentz.de/en/partners/africa.html finden.
      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Rein aus Rüsselsheim

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