Lions Club


Der 5. März 2015 sollte sich für unser Projekt als ein Glückstag herausstellen. Für diesen Abend hatten wir eine Einladung im Lions Club Rüsselsheim Cosmopolitan angenommen, um unser Projekt vorzustellen.
Nach der Vorführung unseres Projektfilms waren die Mitglieder des Lions Clubs tief beeindruckt von dem was sie gesehen hatten. Die private Initiative, mit der von Rüsselsheim aus die Lebensbedingungen eines Dorfes in Ostafrika nachhaltig verändert werden, passte perfekt zum Motto der Internationalen Organisation der Lions Clubs: “We serve“ 

Der Service Club hatte einige Zeit vorher sein letztes internationales Hilfsprojekt erfolgreich beendet: Den Bau von 6 Mädchenschulen und eines Ausbildungszentrums in Afghanistan. Initiiert und geleitet von den Lions Mitgliedern Dr. Jana und Dr. Kamal Eslam.
Der Club war auf der Suche nach einem neuen internationalen Projekt. So trafen wir zu einem perfekten Zeitpunkt aufeinander. Wir wurden Mitglieder des Clubs und lernten dort hoch engagierte Menschen kennen, die ihre Fähigkeiten in den Dienst der Gesellschaft stellen – auf lokaler wie auf internationaler Ebene.
Mit finanziellen Zuwendungen des Lions Clubs Rüsselsheim Cosmopolitan als auch privaten Spenden einzelner Mitglieder konnten wir in Tamugh unser Hausbauprogramm für die ärmsten Familien des Dorfes fortsetzen.
Unser Lions Freund Dr. Kamal Eslam bewarb unser Projekt im Kabinett des Lions Distriktes 111-MS (Südhessen, Rheinland-Pfalz, Saarland). Nach einer Präsentation in der Distriktversammlung wurde unser Projekt zum neuen internationalen Förderprojekt des Distriktes gewählt. Zuvor hatte der Distrikt einen Solartiefbrunnen in Äthiopien finanziert, mit dem für 10.000 Menschen eine sichere Trinkwasserversorgung und Unterstützung des Lebensmittelanbaus realisiert wurde.
Mit tatkräftiger Unterstützung durch Distrikt-Governor Lutz Schwalbach aus Trier stellten wir bei der Lions Clubs International Foundation (LCIF) in USA einen Förderantrag für die Massnahmen unseres Hilfsprojektes in Tamugh. Im Januar 2018 erhielten wir eine Zusage über 79.800 US Dollar. Dafür muss der Lions-Distrikt Geldmittel in gleicher Höhe aufbringen. Durch zahlreiche Vorstellungen des Projektes im Distrikt, das hohe Engagement der involvierten Lions Mitglieder und Zuspendungen von außerhalb der Lions Organisation konnte dieses Ziel Anfang 2018 erreicht werden.

Mit den nun zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln können wir für verschiedene Dorteile von Tamugh 12 Tiefbrunnen für die Trinkwasserversorgung sowie 80 Toilettenanlagen bauen. Damit erhalten einige hundert Menschen einen Zugang zu sauberem und ausreichendem Wasser für die Ernährung, Körperpflege und Bewässerung eines Gartens.    
Auch wenn die genannten Beträge sehr eindrucksvoll erscheinen, so sind wir doch weiterhin für jede zusätzliche Spende dankbar. Denn auch nach Realisierung der Tiefbrunnen und der Toilettenanlagen leben immer noch rund 300 Familien in Tamugh in kleinen Rundhütten ohne dichtes Dach und ohne Trinkwasser an ihrem Wohnplatz. Wir wollen sie nicht als Minderheit in einer prekären Situation zurücklassen, während ihren Nachbarfamilien geholfen wurde.
Eine Beschreibung unseres Hausbauprogramms, für das wir weiterhin auf Zuspendungen angewiesen sind, finden Sie unter “Direkte Hilfe für Witwen, Waisen und arme Familien“.  

Während unserer letzten Projektreise im September 2017 besuchten wir den Lions Club Kitale in Westkenia. Es ist der geografisch nächstliegende Club zu Tamugh (80km Entfernung). Der LC Kitale wird die Realisierung der beschriebenen Projektmaßnahmen in Zukunft unterstützen. Unser lokaler Projektpartner Martin Komongiro wurde in Würdigung seines langjährigen Engagements für die Verbesserung der Lebensbedingungen in seinem Heimatdorf Tamugh in den Lions Club Kitale als Mitglied aufgenommen. Das folgende Bild zeigt die Präsidentin des LC Kitale Eunice Bosibori mit Martin bei der Aufnahmezeremonie.

Die Lions Teilnehmer unserer letzten Projektreise auf dem Dach des Yomo Kenyatta Centers in Nairobi:

Dr. Paul und Bianca Reuter, Anne und Martin Komongiro, Uta und Ulrich Rein